
Alzheimer belegt, nach Krebs, Platz 2 der Krankheiten, vor denen sich die Deutschen am meisten fürchten. Viele Menschen, gerade die älteren, sind belastet durch die Angst vor der Vergesslichkeit. Und nicht nur das! Der Verlauf von Alzheimer kann mit Denk- und Wahrnehmungsstörungen einhergehend sein und auch körperliche Fähigkeiten beeinträchtigen.
Mehr als eine Million Demenzkranke zählt die Bundesrepublik. Demenz ist eine unheilbare Krankheit und führt letztlich zum Tod. Doch was können wir tun, um unser Gedächtnis lange fit zu halten oder Alzheimer gar vorzubeugen? Je früher man beginnt etwas zu tun, desto besser die Chancen der Prävention. Im folgenden Artikel haben wir Tipps und Informationen zum Thema für dich zusammengefasst.
Alzheimer ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen, bei der es sich um eine unheilbare Störung des Gehirns handelt und man zunehmend vergesslicher wird. Im fortgeschrittenen Stadium erkennt man oft seine eigenen Familienangehörigen nicht mehr, das Urteilsvermögen und die Sprachfähigkeit lassen nach, man wird zunehmend verwirrt und orientierungslos, teilweise auch aggressiv oder gar depressiv.
Ganz genaue Ursachen hierfür sind noch nicht abschließend geklärt, allerdings weiß man heute, dass sich fehlgefaltete Proteine (sogenannte Beta-Amyloid-Proteine) zwischen den Nervenzellen des Gehirns ablagern. Sie stören die Kommunikation und die Versorgung der Nervenzellen, woraufhin diese absterben. Oft befassen sich Menschen bzw. Angehörige erst mit dem Thema, wenn ein geliebter Mensch erkrankt. Es kann jedoch sinnvoll sein, sich viel früher damit zu beschäftigen, um präventive Maßnahmen einzuleiten. Bei Betroffenen bilden sich häufig krankhafte Ablagerungen schon 20 bis 30 Jahre vor dem Auftreten erster Symptome.
Die Alzheimer Erkrankung verursacht an unterschiedlichen Stellen im Gehirn Veränderungen von Prozessen und der Hirnsubstanz. Hierdurch sterben immer mehr Nervenzellen ab. Das Gehirn schrumpft dabei um bis zu 20% und der Informationsaustausch der Nervenzellen wird erheblich beeinträchtigt. Jahrzehnte vor den ersten Symptomen wie Vergesslichkeit oder Orientierungslosigkeit beginnen diese Veränderungen im Gehirn. Die Beschwerden folgen dann meist im Alter, häufig nach dem 60. Lebensjahr.
Typische Symptome der Alzheimer-Krankheit sind:
Um Demenzerkrankungen wie Alzheimer vorzubeugen, ist ein gesunder Lebensstil unabdingbar. Eine Faustregel hierbei ist: “Was gut für das Herz ist, ist auch gut für das Gehirn!” Beide brauchen ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe, um zu funktionieren.
Häufig sind Menschen mit Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen und erhöhten Cholesterinwerten betroffen. Ebenso gehören Menschen mit Depressionen und Schlafmangel zur Risikogruppe der Alzheimer Erkrankung. Des Weiteren gibt es beeinflussbare Risikofaktoren, die eine Alzheimer Erkrankung begünstigen. Zu ihnen gehören:
Genmutationen gehören allerdings zu den unbeeinflussbaren Risikofaktoren.
Eine Garantie, Alzheimer vorzubeugen, gibt es natürlich nicht. Allerdings kann man mit dem richtigen Lebensstil das eigene Erkrankungsrisiko senken. So kann man den Wunsch, gesund und selbstbestimmt alt zu werden, unterstützen. Prävention wird im folgenden Abschnitt großgeschrieben.
Zu einem gesunden, ganzheitlichen Lebensstil, mit dem man Alzheimer am besten vorbeugen kann, gehört regelmäßige Bewegung. Und das nicht nur in jungen Jahren, sondern auch oder gerade im Alter, denn was gut für den Körper ist, ist auch gut für den Kopf. Regelmäßige Bewegung steigert nicht nur die körperliche Fitness, sondern hält auch unser Gehirn fit und gesund. Damit ist auch überhaupt kein Leistungssport gemeint, sondern beispielsweise drei bis viermal wöchentlich ein langer, ausgedehnter Spaziergang oder auch regelmäßiges Jonglieren. Das fördert, ergänzend zur Bewegung, die Koordination.
Ebenso fördert eine ausgewogene Ernährung die Prävention für Körper und Geist. Tipps für den Alltag hierbei sind:
Wer rastet, der rostet – ein wahres Sprichwort! Wer sein Gehirn trainiert, hat ein geringeres Risiko an Alzheimer zu erkranken. Deshalb folgend einige Aktivitäten, mit denen du dich geistig fit hältst:
Viele Menschen, gerade über 70, leben in Deutschland alleine. Des Weiteren pflegen sie keine oder verweigern sogar soziale Kontakte. Isolation und Einsamkeit sind Gift für die Seele, egal welchen Alters. Deshalb gestalte deine Freizeit mit positiven Aktivitäten, anstatt zu vereinsamen:
Besonders Menschen mit Gefäßerkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen und erhöhten Cholesterinwerten sollten sich regelmäßig untersuchen und ggf. behandeln lassen. Ebenso sollte man sich mit Depressionen und Schlafmangel an Fachpersonen wenden. Zusätzlich helfen die oben beschriebenen Tipps, um einer Alzheimer Erkrankung vorzubeugen.
Die WHO rät davon ab, Alzheimer durch Medikamente und / oder Nahrungsergänzungsmittel vorzubeugen. Studien hätten ungünstige Effekte auf das Demenzrisiko belegt. Ebenso sollten Vitamine über die Ernährung und nicht über ergänzende Präparate eingenommen werden. Vitamin B12 beispielsweise, welches eine besondere Rolle in der Demenz – Vorbeugung spielt, ist vermehrt in Leber und Schalentieren zu finden.
Von folgenden Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln wird zur Alzheimer Prävention besonders abgeraten:
Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken zu. Ab 50 Jahren können schon vereinzelt Fälle auftreten.
Alzheimer ist eine bestimmte Form der Demenz Erkrankung (ihr werden circa 50 verschiedene Formen zugeschrieben). Mit rund zwei Drittel aller Fälle ist Alzheimer die häufigste Demenzform.
Empfehlenswert sind fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Lebensmittel wie Vollkornbrot, Rohkost zum Knabbern, Obst sowie Trockenfrüchte und Nüsse sind gute Energielieferanten und bieten sich hierfür an.
Alzheimer bekommt man, in dem nach und nach immer mehr Nervenzellen im Gehirn absterben. Dadurch geht die Verbindung zwischen den Zellen verloren.
Alzheimer ist die Form der Demenz Erkrankungen, die in Deutschland am meisten verbreitet ist. Sie entsteht im Gehirn schon Jahrzehnte bevor erste Symptome, wie Vergesslichkeit und / oder Orientierungslosigkeit auftreten. Von einer Vorbeugung mit Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln raten Fachleute und die WHO ab. Hingegen gibt es viele Dinge, wie das Pflegen eines gesunden Lebensstils inkl. ausgewogener Ernährung, das Pflegen sozialer Kontakte, ausreichend Bewegung und das fit halten des Gehirns, mit denen man Alzheimer und vielen anderen Beschwerden vorbeugen kann.