
Die Ursache für Schmerzen in den Gelenken ist meist ein nicht mehr funktionierendes Zusammenspiel zwischen Knochen, Knorpelschicht und Gelenkflüssigkeit. Denn in unseren Gelenken treffen Knochen aufeinander. Damit diese nicht aufeinander reiben, erzeugt der Körper Gelenkflüssigkeit – sinnbildlich das Öl, das den Motor schmiert.
Schmerzen die Gelenke, ist etwas in diesem Ablauf gestört. Auch in der Umgebung können sich darüber hinaus die Schmerzen äußern. Schwellungen, Rötungen und warme Stellen sind mögliche Begleiterscheinungen.
Schmerzen sind nicht gleich Schmerzen – Gelenkschmerzen sollten von anderen Arten abgegrenzt werden. Vor allem die Verwechslung zu Muskelschmerzen ist schnell geschehen. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich diese beiden Schmerzarten voneinander abgrenzen.
Es gibt unterschiedliche Ursachen für Schmerzen in den Gelenken. Generell sind zwei Grundarten zu unterscheiden:
Zu den Überbelastungen zählen beispielsweise auch Situation, wenn Sie längere Zeit auf den Knien verbracht haben und diese anschließend schmerzen. Aber auch ein Unfall kann eine Ursache für Gelenkschmerzen, die mit der richtigen Behandlung ebenfalls nur temporär sind.
Zu den Erkrankungen als mögliche Ursache für Gelenkschmerzen gehören unter anderem folgende:
Bei Arthrose treten oft Begleitsymptome wie Schwellungen, Rötungen oder eingeschränkte Beweglichkeit zusätzlich auf. Die Erkrankung kann an jedem Gelenk auftreten, jedoch findet sich Arthrose am häufigsten an Händen, Knien und Hüften. Je älter wir werden, desto größer ist das Risiko, an Arthrose zu erkranken. Aber auch eine Spätfolge eines Unfalls, einer Fehlbildung oder eines Bänderschadens kann Arthrose auslösen.
Arthrose ist die altersbedingte oder durch Fehlbelastung verursachte Abnutzungserscheinung bei Gelenken. Sie ist die häufigste Form der Gelenkerkrankungen und damit sehr oft für Gelenkschmerzen verantwortlich. Werden diese älter, nutzt sich die Knorpelschicht ab – bei Arthrose wird sie geschädigt oder im schlimmsten Fall sogar zerstört. Ohne diese Schicht reiben die Knochen ohne Schutz direkt aufeinander. Der Knochen wird dadurch verändert.
Hinter Arthritis stecken Entzündungen, die das Gelenk schmerzen lassen. Diese können einerseits durch Bakterien hervorgerufen sein (bakterielle Arthritis) oder rheumatische Vorgänge (rheumatoide Arthritis). Die rheumatoide Arthritis ist die häufigere Form von beiden und kann im schlimmsten Fall zur Versteifung des Gelenks führen. Arthritis ist meist chronisch fortschreitend. Im Laufe der Erkrankungen werden die Gelenke sukzessive zerstört.
Die Symptome von Gelenkentzündungen ähneln denen von Arthrose. Jedoch gibt es fünf wichtige Symptome, die auf Arthritis schließen lassen:
Neben Arthritis, Arthrose und Co gibt es weitere Erkrankungen, die Gelenkschmerzen bei Betroffenen hervorrufen können. Die folgende Tabelle zeigt, welche und wie sie sich äußern.
Zwischen Knochen und Weichgewebe befindet sich der sogenannte Schleimbeutel. Das sind mit Gewebsflüssigkeit gefüllte Beuten, die sich überall dort finden, wo Haut, Sehnen oder Muskel direkt auf dem Knochen liegen. Schleimbeutel dienen als Schutzschicht zwischen harten und weichen Elementen.
Ist solch ein Schleimbeutel bei betroffenen Gelenken gereizt, spricht der Fachmann von einer Schleimbeutelentzündung. Diese kann auch Gelenkschmerzen auslösen. Reizungen können durch Überbelastungen entstehen. In seltenen Fällen sind darüber hinaus auch Infektionen und Verletzungen für eine Bursitis verantwortlich.
Ein Kind zu bekommen, ist etwas Schönes. Doch die Schwangerschaft verläuft bei manchen Betroffenen ein wenig beschwerlicher. Hier kann es hormonell bedingt zu Gelenkschmerzen kommen. Denn die Gelenke werden durch das zusätzliche Gewicht des Babys deutlich stärker belastet – vor allem Knie und Wirbel im Rücken. Aber auch Wassereinlagerungen sind bei einer Schwangerschaft möglich, die an Fuß- und Hand Gelenkschmerzen auslösen können.
Hormonelle Gründe sind es auch, die Gelenkschmerzen bei Frauen verursachen, die in die Menopause (Wechseljahre) eintreten. In dieser Phase des weiblichen Zyklus wird weniger Östrogen produziert. Der Mangel kann auch Gelenkschmerzen auslösen. Wenn andere, altersbedingte Ursachen ausgeschlossen sind, kann in diesem Fall eine Hormonersatztherapie Linderung schaffen.
Das Knie ist am häufigsten von Gelenkverschleiß oder Arthrose betroffen, Schleimbeutelentzündungen treten häufig am Ellenbogen auf. Arthrose macht Lenden- und Halswirbelsäule zu schaffen. Die typische Schmerzstelle für Gicht ist das Großzehengrundgelenk, Arthrose und Rheuma befallen oft auch die Finger.
Prinzipiell sind Arthritis, Arthrose und Co an allen Gelenken im Körper möglich. Je nach den möglichen Ursachen können sie sich jedoch auf bestimmte Gelenke konzentrieren.
Gelenkschmerzen treffen Hände und Finger häufig, da hier viele Knochen vorhanden und diese auch besonders häufig im Einsatz sind. 27 verschiedene Knochen und darüber hinaus mehr als 30 Gelenke besitzt nur eine Hand – in jedem Finger sind mehrere Glieder vorhanden.
Ursache für Schmerzen sind hier oft Gelenkentzündungen wie Gicht. Markant sind dafür Verdickungen an den Fingerendgelenke und auch Deformierungen.
Im Knie treffen Oberschenkelknochen, Schienbein und die Kniescheibe in einem sogenannten Dreh-Scharniergelenk zusammen. Dieses wiederum besteht aus zwei Einzelgelenken. Die Beanspruchungen sind hier enorm: Bei jedem Schritt muss das Knie einer Belastung dreimal so groß wie das Körpergewicht standhalten. Daher sind hier oft Abnutzungserscheinungen üblich. Der Gelenkverschleiß im Knie hat sogar einen eigenen Namen: Gonarthrose!
Schmerzende Gelenke gibt es auch in der Schulter, da hier das Gelenk mit der größten Beweglichkeit sitzt. Häufig sind hier Unfälle (Auskugeln) oder Überbelastungen der Grund, bei denen der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne springen kann. Aber auch Verschleiß oder eine Gelenkentzündung ist hier möglich, was sich oft in chronischen Schmerzen äußert, die über Wochen und Monate bestehen. Schleimbeutelentzündungen sind häufig, die Entzündung der Schultergelenkkapsel kann im schlimmsten Fall auch zu einer steifen Schulter führen.
[Info-Box“Achtung” einfügen] Nicht immer sind Schmerzen in der Schulter auf das Gelenk zurückzuführen. Auch Störungen in Bändern, Sehnen oder Muskeln können hier wehtun. Akute Schmerzen in der linken Schulter und dem Brustbereich können auch auf einen Herzinfarkt hinweisen.
Ohne den Ellenbogen können wir keine Kaffeetasse zum Mund heben. Das Gelenk verbindet Unterarm und Oberarm, ermöglicht die Armbeugung. Diese Bewegung wird sehr häufig ausgeführt, die Produktion von Gelenkflüssigkeit läuft auf Hochtouren – daher ist Verschleiß im Ellenbogen eher selten. Jedoch sind Verletzungen und Unfälle, aber auch Entzündungen oder eine rheumatische Erkrankung mögliche Ursachen für Schmerzen im Ellenbogengelenk.
Es gibt auch Patienten, die an Gelenkschmerzen im gesamten Körper leiden. Dahinter steckt meist eine Erkrankung wie beispielsweise Fibromyalgie. Diese Erkrankung ist von einem erhöhten Schmerzempfinden geprägt. Aber auch allgemein bekannte Infektionen können hinter Gelenkschmerzen im ganzen Körper stecken – beispielsweise die Grippe kann dies verursachen.
Schmerzen sind nicht gleich Schmerzen – auch in den Gelenken. Sie können sich je nach Ursache unterschiedlich äußern. Generell wird zwischen verschiedenen Schmerzarten differenziert:
Es gibt drei Bereiche, die am häufigsten von Gelenkschmerzen betroffen sind. Dazu gehören:
Wir wissen erst, welchen Dienst unsere Gelenke uns erweisen, wenn sie streiken. Doch gerade bei Gelenkschmerzen ist eins sicher – mit dem Alter werden sie wahrscheinlicher. Wer jedoch auf Vorsorge setzt, kann schon im Vorfeld für ein beweglicheres Leben im Alter sorgen. Gelenkschmerzen kann vorgebeugt werden: unter anderem mit Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, frühzeitigen Behandlungen von Verletzungen und einigen Tricks und Tipps.
Eine weitere Unterteilung der verschiedenen Gelenkschmerzen erfolgt durch Lokalisierung, Zählung und Zeit, wie die folgende Tabelle zeigt:
Wer rastet, der rostet. Hinter diesem Sprichwort steckt nicht nur eine alte Weisheit, sondern auch wissenschaftliche Erkenntnisse: Regelmäßige und moderate Bewegungen unterstützen die Gelenke. Das ist auch der Fall, wenn Sie bereits unter Schmerzen leiden! Denn wenn das Gelenk bewegt wird, wird es auch gut „geschmiert“. Ebenso wird die Durchblutung und damit die Versorgung durch Nährstoffe angeregt sowie die Muskeln trainiert, die die Gelenke unterstützen.
Wichtig ist bei der Bewegung jedoch das Maß! Bei degenerativen Erkrankungen oder starken Schmerzen sollten Sie hohe Druckbelastungen vermeiden. Auch rasche Geschwindigkeitsveränderung sind hier nicht gut. Sanfte, rhythmische Bewegungen hingegen fördern die Gelenke: Schwimmen, Radfahren, gelenkschonendes Krafttraining eignen sich genauso wie Nordic Walking, Spaziergänge oder leichte Wanderungen.
Liegen Fehlstellungen vor oder sind Verletzungen geschehen, sollten Patienten den Weg zum Arzt nicht scheuen. Denn eine frühzeitige Behandlung kann auch folgenden Gelenkschmerzen vorbeugen. Liegen Fehlstellungen über einen langen Zeitraum vor, erfolgt eine ungleichmäßige Belastung – die sich auch auf die Gelenke auswirkt.
Neben orthopädischen Korrekturen können auch Körperübungen wie Yoga oder Bewegungstraining zur Behandlung eingesetzt werden. Aber auch eine aufrechte Haltung im Alltag und das richtige Heben von schweren Gegenständen kann Fehlstellungen vorbeugen. Knie lassen sich mit Polstern bei längeren Tätigkeiten schützen, einseitige Bewegung durch Abwechslung entlasten.
Beim Sport schützen Aufwärmphasen vor Verletzungen. Aber auch hier sollte es nicht übertrieben werden – Überlastungen sollten Sie beim Sport wegen einer möglichen Erkrankung vermeiden. Ist doch einmal eine Verletzung geschehen, lassen sie diese nicht erst chronisch werden, bevor Sie zum Arzt gehen!
Arthritis, Arthrose und Co vorzubeugen, ist kein Hexenwerk. Mit kleinen Tricks gelingt dies auch im Alltag ohne große Anstrengung, beispielsweise durch:
Ein guter Motor braucht Öl, um geschmiert zu werden. Unsere Gelenke brauchen eine schützende Knorpelschicht und Gelenkflüssigkeit. Die Knorpelschicht beispielsweise besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Die Knorpelzellen werden zudem über die Gelenkflüssigkeit ernährt. Ein ausgeglichener Wasserhaushalt im Körper ist daher besonders für die Gelenke wichtig. Nur so bleiben Knorpel elastisch und flexibel, behalten ihre Spannkraft und ihre Belastbarkeit. Greifen Sie daher regelmäßig zum Glas Wasser.
Rauchen ist gesundheitsschädlich – das weiß heutzutage jeder. Doch die meisten denken dabei an Lungenschäden. Aber auch auf die Gelenke wirkt sich Nikotin schlecht aus und gilt als Risikofaktor für Arthrose. Alkohol hingegen kann zu Gicht führen, denn er erhöht die Konzentration der Harnsäure im Blut. Wer seine Gelenke vor einer Erkrankung schützen will, sollte daher auf beides im besten Fall verzichten.
„Mir steigt die Kälte in die Knochen“, jammert so manche Oma an kalten, nassen und trüben Tagen. Und damit ist sie nicht allein. Viele Patienten mit Rheuma oder Arthrose leiden unter schlimmeren Beschwerden, wenn draußen Kälte und Nässe regieren. Vor allem im Herbst und Winter kann dies auftreten.
Vermutet wird hier eine schlechtere Durchblutung durch die Kälte, was zu einer stärkeren Reibung in den Gelenken führt. Daher ist es eine vorbeugende Maßnahme, das betroffene Gelenk warmzuhalten.
Gelenkschmerzen lassen sich sowohl mit Medikamenten behandeln, aber auch mit einigen Mitteln, die kein Rezept benötigen. Alternative Behandlungsmöglichkeiten haben den Vorteil, dass sie keine Nebenwirkungen aufrufen, und können je nach Schwere und Ursache von Gelenkschmerzen auch als alleinige Therapie wirksam sein. Dazu gehören unter anderem:
Wenn die Durchblutung im Körper stimmt, werden die Gelenke optimal mit den wichtigen Nährstoffen versorgt. Das kann auch bei Arthritis, Arthrose und Co helfen. Sport und Bewegung kann die Durchblutung anregen. Tägliches Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser regt die Durchblutung auch an. Aber auch Massagen können durchblutungsfördernd sein. Wer hier mit ätherischen Ölen arbeitet (z. B. durch Salben), kann sie zusätzlich fördern. Anregend wirken beispielsweise:
Mit der richtigen Ernährung können Sie auch entzündungshemmende Stoffe aufnehmen, die bei Gelenkschmerzen helfen. Lebensmittel, die viele Omega-3-Fettsäuren beinhalten, lindern, da diese anti – entzündliche Wirkstoffe enthalten. Dazu zählen unter anderem:
Mit einer ausgewogenen Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren ist, können Sie:
In manchen Fällen kann auch eine Wärmebehandlung Gelenkschmerzen lindern. Das ist jedoch nur der Fall, wenn keine Entzündung und keine Schwellung vorliegt, bei denen eine Kältebehandlung sinnvoller ist. Wärmebehandlungen können bei chronischen Gelenkschmerzen, außerhalb von akuten Entzündungsschüben helfen. Die Wärme lockert die Muskulatur und regt die Durchblutung an. Wickel und Umschläge zuhause können hier schon gute Ergebnisse liefern. Auch Rotlicht, Wärmepflaster oder die Wärmflasche sind adäquate Mittel.
Angespanntheit kann Gelenkschmerzen verschlimmern. Daher ist auch Entspannung und eine innere Ausgeglichenheit wichtig, um die Beschwerden zu lindern. Vor allem Betroffenen, die unter chronischen Schmerzen leiden, kann mit Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Meditation, gezielte Yogaübungen, Atemübungen oder autogenes Training geholfen werden. Es braucht etwas Geduld – aber ein Versuch ist es wert!
In manchen Fällen helfen alternative Behandlungsmethoden nicht mehr ausreichend. Dann sollte ein Arzt aufgesucht werden. Viele Patienten sind unsicher, wann dieser Zeitpunkt erreicht ist. Gehen Sie zum Doktor, wenn:
Der Arzt wird eine genaue Untersuchung vornehmen, um mögliche Ursachen und die genau Erkrankung festzustellen. Denn danach richtet sich die Therapie für die Betroffenen, die sowohl medikamentös, homöopathisch, physiologisch, psychologisch oder sogar operativ erfolgen kann.
Dies ist eine sanfte Behandlung und wird bei Betroffenen, die unter Gelenkschmerzen leiden, meist unterstützend eingesetzt. Dennoch sollte sie mit einem Arzt oder Therapeuten abgesprochen werden. Mögliche homöopathische Mittel bei Gelenkschmerzen sind zum Beispiel Arnika Produkte. Das Heilkraut wirkt positiv auf Muskeln und Gelenke, regt die Durchblutung an und kann rheumatische Beschwerden verbessern.
Auch Rhus toxicodendron hilft bei Gelenkschmerzen – vor allem rheumatischen Schmerzen und Bewegungsschmerzen. Der Wirkstoff entstammt frischen, jungen Sprossen des Rhus-toxicodendron-Strauchs. Ledum und Symphytum (gemeiner Beinwell) sind weitere Wirkstoffe, die sich in homöopathischen Mittel befinden.
Physiologische und psychologische Behandlungen sind weitere Therapien, die ein Arzt bei Gelenkschmerzen einsetzen kann. Physiotherapie kann bedeuten, dass Anwendungen mit Strom, Ultraschall, Iontophorese, Wärme und Kälte eingesetzt werden, aber auch Massagen sowie Bewegungs- und Koordinationstraining gehört dazu. Physiotherapie stärkt auch die Psyche. Zudem sind psychologische Behandlungsformen ebenfalls bei Gelenkschmerzen (ergänzend) sinnvoll.
Sind Gelenkschmerzen bei Patienten auf Entzündungen zurückzuführen, werden häufig entzündungshemmende Arzneimittel zur Behandlung eingesetzt. Dazu gehören unter anderem nicht steroidale Antirheumatika (NSAR), die Weiterentwicklung, sogenannte Cox-2-Hemmer oder spezielle Immunsuppressiva. Kortison ist ebenfalls ein viel bewiesener Entzündungshemmer. Spielen Bakterien bei den Gelenkschmerzen eine Rolle, kann auch eine Behandlung mit Antibiotika infrage kommen.
In manchen Fällen hilft Betroffenen nur noch eine Operation, um die Gelenkschmerzen zu beseitigen, unter denen sie leiden. Das ist meist bei chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen der Fall. Bei solchen einem operativen Eingriff werden die Gelenke mittels Punktion entlastet oder die Gelenkinnenhaut entlastet. Aber auch Korrekturen an den Gelenken sind mögliche operative Mittel.
Bei einem Gelenk treffen zwei Knochen aufeinander. Das Gelenk hat mehrere Elemente. Diese sind Gelenkkapsel, Knorpel, Knochen, Gelenkinnenhaut, Gelenkspalt und Gelenkschmiere. Zudem wird zwischen ein-, zwei- und dreiachsige Gelenken unterschieden – je nachdem, in welche Richtung sich das Gelenk bewegen kann.
Dahinter verbirgt sich ein alter Begriff für Schmerzen im Bewegungsapparat – und ein Oberbegriff für über 200 verschiedene Erkrankungen. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Fluss oder Strömung. Zu entzündlichem Rheuma zählen unter anderem Arthritis, Morbus Bechterew oder Spondyloarthritis, ein nicht entzündliches Rheuma ist beispielsweise die Arthrose. Aber auch Gicht ist eine Form von Rheuma.
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich mit Gelenkschmerzen äußert. Ursache für diese sind Harnsäure-Ablagerungen (Kristalle), die sich in Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnen, in der Haut und im Ohrknorpel ablagern können und heftige Schmerzen verursachen. Die Ablagerungen entstehen, wenn die Harnsäurekonzentration im Blut zu hoch ist.
Ja und nein. Dies hängt immer davon ab, welche mögliche Ursachen hinter den Rückenschmerzen stecken. Diese müssen nicht immer Probleme in den Gelenken sein. Auch Nierenprobleme oder Nervreizungen können beispielsweise zu Rückenschmerzen führen. Mögliche Schmerzmittel sind Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac und Naproxen. Diese sollten ohne ärztliche Betreuung nicht länger als drei bis vier Tage eingenommen werden.
Wer Gicht, Arthrose oder Arthritis hört, denkt sofort ans hohe Alter. Doch Gelenkschmerzen müssen nicht nur bei älteren Menschen auftreten, da es mehrere Ursachen geben kann. Genauso variantenreich ist die Behandlung von Gelenkschmerzen – von den Medikamenten, über die richtige Ernährung bis zum Sport und Bewegung als Vorbeugung. Auch Wärmebehandlungen und homöopathische Produkte können Gelenkschmerzen lindern.
Doch manchmal reicht das nicht aus: Patienten, die nicht mit alternativen Mitteln Schmerzen in Rücken, Ellenbogen und Co nicht lindern können, sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Wer rastet, der rostet – also gönnen Sie sich und Ihren Gelenken etwas Gutes!